Einerlei wo außerhalb der Welt

19.03.2016 – 04.09.2016 (verlängert bis 05.02.2017)

In der Ausstellung „Einerlei wo außerhalb der Welt“ im Museum DKM werden die Skulpturen und Fotografien von Johannes Brus (*1942) unter dem subjektiven Blick des Museums neu verortet und in die kontemplative Sammlung eingefügt. Brus arbeitet vorwiegend als Bildhauer, seine zentralen Themen – fremde und archaische Kulturen, exotische Reisen sowie mythologische und mythische Gestalten – erschließt er auch in fotografischen Arbeiten. Die auf fast 300 m² ausgestellten Skulpturen und Fotoserien lassen den Betrachter in eine versunkene und magisch aufgeladene Welt eintauchen.

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Die von Brus in einem aufwendigen Verfahren erstellten Fotoarbeiten bleiben uneindeutig. So wie Plastiken mit Ton oder Gips modelliert er Fotografien mit Licht, Chemikalien und Farbe. Aus undefinierbaren, oftmals dunklen Farbräumen lösen sich vage Schemen von Architektur, Tieren, Menschen. So erscheinen die Fotografien von Maharadschas ornamental überwuchert und dadurch entmaterialisiert oder die lebenden und ruhenden/toten Elefanten. Die Ausstellung bietet unerwartet, exotische und zugleich individuelle Sinneserlebnisse.

Bilderkatalog_Brus-DKM-87

The Maharoo Raja Rahubir Singh Bahadur, 2002

 

Elefant auf Sockel, o.J.

Seit 1983 beherrschen vor allem viele Tiere Brus‘ bildhauerisches aber auch fotografisches Oeuvre, die auf Grund ihrer plastischen Präsenz sein künstlerisches Interesse bis heute herausfordern: Neben dem Elefanten ist es allen voran das Pferd und auch das Nashorn. Im betonten Gegensatz zu den Fotoarbeiten stehen ein balancierender Elefantenkopf, ein niedlicher Mini-Elefant auf einem Sockel, ein lebensgroßes, überaus voluminöses Nashorn sowie ein kleines Pferd auf einer Bahre und zwei Pferde im Außenbereich des Museum DKM.

Zwei Pferde, 2007, Beton

Zwei Pferde, 2007, Beton

 

Johannes Brus Nashorn (stehend), 2010 The Maharajah Tukji Rao of Indore and Attend, 2002 (links) Der Maharadscha von Indore, 1998 (rechts)