Philosophie/Geschichte

Deutschland entwickelt sich zu einem Land der Stifter,
in dem jährlich über 350 Stiftungen neu gegründet werden.

2012_11_05_0294-WEB

Gemeinnützige Stiftungen sind Ausdruck einer freien Bürgergesellschaft, in der einzelne Mitbürger beschließen, ihr privates Vermögen für Aufgaben der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Sie erfüllen die Forderung des Grundgesetzes „Eigentum verpflichtet“ auf besonders verantwortungsvolle Art. Aufbauend auf die Grundversorgung des Staates in Wissenschaft, Bildung und Kultur gibt das gemeinnützige und der Sache verpflichtete Engagement von privater Seite Impulse, „die für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Gesellschaft wegweisend sind“ (Zeit-Stiftung, Stiftungsaktivitäten 1999-2000).

In diesem Geist gründeten Dirk Krämer und Klaus Maas am 7. Februar 1999 die Stiftung DKM mit Sitz in Duisburg, Philosophenweg 17A, gelegen am Innenhafen im „Garten der Erinnerung“.

Bis Ende 2001 lagen die Hauptinteressen der Stiftungsaktivitäten im wissenschaftlichen Aufbau des Bildhauerarchivs Ernst Hermanns sowie in der Realisierung des Ausstellungsprogramms für die SchauFenster-Galerie des Hauses, begleitet von medienübergreifenden Rahmenveranstaltungen, die überwiegend in Kooperation mit städtischen und überregionalen Kulturpartnern entstanden.

Die Betreuung des Münchner Künstlers Ernst Hermanns bis zu seinem Tode in 2001, seine Treuhandverwaltung und der Aufbau des Archivs zeigten den Stiftungs­gründern, dass erheblicher Bedarf an professionellem Service für Künstler der älteren Generation besteht: Es gilt nicht nur, den privaten Dokumentenbestand des Künstlers zu erhalten, der nicht selten Aufschluss über ungeklärte Forschungsfragen zum Werk gibt – oft nämlich verschwinden solch mediale Zeitzeugen im Umfeld nicht sachkundiger Erben. Es gilt auch, schon zu Lebzeiten ein gut verfügbares, digitales Medienarchiv und Werkverzeichnis aufzubauen, welche mehr noch den Kunst­vermittlern die ausstellungs­organisatorische Arbeit ebenso wie die wissen­schaftliche Aufarbeitung erleichtern.

Der jahrzehntelange Kontakt der Sammler und Stiftungsgründer zu Ulrich Rückriem mündete vor diesem Hintergrund in der Neugründung der Ulrich Rückriem-Unterstiftungen: Noch vor seiner Rückkehr aus Irland und der Normandie Ende 2002 unterzeichnete Ulrich Rückriem am 24. Oktober 2001 die Stiftung Ulrich Rückriem 5-Räume, im August und November 2002 folgten die Gründungen der Ulrich Rückriem MUSEUMSSTIFTUNG und der Ulrich Rückriem STIFTUNG SINSTEDEN. Schließlich wurde auch die Treuhandverwaltung für Ernst Hermanns in die Rechtsform einer Unterstiftung der Stiftung DKM verwandelt: am 8.12.2002 wurde die Stiftung Ernst-Hermanns-Archiv aus der Taufe gehoben.